Herbstzeit - Wanderzeit
Über 160 bewirtschaftete Almen gibt es im Tauferer Ahrntal. Bewirtschaftet heißt, dass dort noch immer im Frühsommer das Vieh aufgetrieben und im Herbst, nach sonnenreichen Wochen auf üppigen Weiden, wieder herunter geholt wird. Auf über vierzig der Almen gibt es sogar einen guten Schnaps, eine zünftige Brotzeit und mancherorts sogar ganz besondere, kulinarische Spezialitäten.
Wenn der Herbst kommt und die Senner und Bauern mit dem Milchvieh, den Kälbern, Schafen und Ziegen den Heimweg zu den Höfen antreten, wird es still in den grünen Regionen unter den Dreitausendergipfeln des Tauferer Ahrntals. Das ist eine ganz besondere Zeit in den Bergen. Eine Zeit der Dankbarkeit, eine Zeit der Einkehr, aber auch eine Zeit des Genusses.

Die Almen, auf den „aufgeschenkt“ wird, sind dann ganz besonders zauberhaft. Sie bieten einzigartige Einblicke in die Bergwelt der Zillertaler Alpen, in die Hohen Tauern, in die Durreck- und die Rieserfernergruppe. Schlemmer und Genießer regionaler Spezialitäten haben dann ihre hohe Zeit. Es wird soviel geredet über Authentizität und Tradition. Im Tauferer Ahrntal lässt sich das noch erleben.
Sie möchten wissen wie und wo? Gerne: Von Prettau über den historischen Bergwerksweg hinauf zur Rötalm. Dort gibt es ein gutes Stück Käse aus dem Ahrntal. Über einen romantischen Höhenweg geht es weiter zur Stegeralm und zu einem gereiften Stück Speck. Auf der Alprechalm und dem Höhepunkt der Wanderung winken ein Schnapsl, über deren Herkunft geschwiegen wird und ein traditionelles „Melcha-Muis“, mit dem sich einst die Senner die Kraft für die schwere Arbeit holten und das heute eine kulinarische Spezialität vom Alprech-Lois auf der Alm geworden ist. Es ist der Herbst, der diese Besonderheiten bei Mensch und Landschaft hervor bringt. Nichts anderes. Und jetzt wird es Herbst in Südtirol und im Tauferer Ahrntal.
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