Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte aus dem Klimastollen

Anna St., Alter: 8 Jahre, Sand in Taufers
Diagnose: Asthma

Als Anna vier Jahre alt war, plagte sie ein arger Husten. Die Diagnose des Arztes lautete: Asthma. Er verschrieb ihr zur Linderung Kortison und prophezeite ihr ein langes Leben – sie müsse nur fleißig das Medikament schlucken. Nach zwei Jahren hatte Anna wieder häufiger Atembeschwerden. Eine Ärztin empfahl den Eltern von Anna, ihre Tochter eine Klimastollen-Kur im ehemaligen Kupferbergwerk in Prettau machen zu lassen. Annas Eltern stimmten dieser alternativen Heilmethode sofort zu. Als besonders aufbauend empfand Anna den Kontakt mit anderen, unter derselben Krankheit leidenden Kindern, denn sie fühlte sich nicht mehr so „anders“. Der Ablauf der Therapie sah folgendermaßen aus: Anna verbrachte drei Wochen lang täglich zwei Stunden in der feuchten, keim- und pollenfreien Luft des Stollens. Das Kortison wurde zunehmend abgesetzt, nach der ersten Woche stellten sich bei Anna akute Atemprobleme ein, die jedoch nach zwei Tagen abklangen. Ihr Zustand verbesserte sich, heute geht es ihr gut – auch ohne Kortison. Mittlerweile sind vier Monate vergangen und Anna benötigt noch immer kein Kortison. Zur Vorbeugung und Stabilisierung ihres Gesundheitszustands wird sie die Kur noch mindestens zweimal wiederholen.

Prof. Dr. Lidio C., Alter: 78. Jahre, Cagliari
Diagnose: chronische Erkältung und Arthritis

Seit über 60 Jahren plagt mich eine chronische Erkältung, die ich mir während des Zweiten Weltkriegs an der Front zugezogen habe. Diese Beschwerden habe ich mit Inhalationen zu lindern versucht, aber heilen konnte ich sie nicht. Als ich durch die Presse und Bekannte im vergangenen Sommer vom Klimastollen in Prettau erfuhr, stand für mich bald fest, dass ich diese Therapie ausprobieren wollte, auch wenn ich wusste, dass sie in Italien offiziell noch nicht anerkannt ist. Ich fuhr zwei Wochen lang in den Stollen; in den ersten Tagen spürte ich noch keine Wirkung, aber nach 14 Tagen konnte ich zumindest eine leichte Besserung in meinem Befinden feststellen. In einigen Monaten werde ich mehr über die Wirkung des Heilstollens auf meinen Atmungsapparat sagen können. Meine Arthritis jedenfalls hat sich durch den Aufenthalt im Stollen entgegen meiner Befürchtung nicht verschlimmert. Ich hoffe, dass die Speläotherapie in absehbarer Zeit auch in Italien offiziell anerkannt wird. Der Klimastollen in Prettau wird mit Sicherheit ein Anziehungspunkt für Menschen mit Atembeschwerden alle Art werden.
Prof. Dr. Lidio C. ist Dozent für psychosomatische Medizin, Hypnose und Psychotherapie an der Universität Cagliari


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